Auftauen

Das „Auftauen“ aller Teilnehmer

Mit intensiven Vorstellungsrunden und Gruppenskalierungen schaffen wir ein Klima der Offenheit 
und des gegenseitigen Verstehens. Je mehr Verständnis untereinander herrscht, desto größer ist 
auch die Bereitschaft den anderen zu unterstützen. Gesunde Systeme zeichnen sich vor allem 
durch eine weit entwickelte Unterstützungskultur aus.

Vorstellungsrunde Teil 1

Diese Vorstellungsrunde nutzen wir vor allem, um alle Teilnehmer zu einer „schlagkräftigen 
Truppe“ zusammen zu schweißen. Der Vertriebsleiter kennt vielleicht den „Lieblingsitaliener“ 
seines Stellvertreters, aber er weiß nicht, dass dessen Vater vor einigen Jahren an einer tückischen 
Krankheit gestorben ist und er sich deswegen Sorgen macht, ob ihn das gleiche Schicksal ereilen 
könnte. Jeder darf sich hier ein wenig öffnen (ohne Druck, nur so weit jeder gehen möchte). 
Dadurch entsteht Vertrauen und Verständnis.

Jeder stellt sich hinter seinen Stuhl und redet über sich in der dritten Person: „Der Hans ist ein…“ Aus dieser Metaposition heraus fällt es uns leichter uns zu öffnen. Plötzlich wird uns einiges klar, was uns schon lange beschäftigt hat: „Warum ist er eigentlich immer so hektisch?“ „Wieso möchte sie immer im Mittelpunkt stehen?“ Wenn wir uns etwas erklären können, was uns schon immer ein wenig gestört hat, dann ist es plötzlich nur noch halb so schlimm, wenn wir das Bedürfnis erfahren, das sich hinter diesem Verhalten versteckt.

Gruppen-Skalierungen

Wir nutzen den gesamten Platz in einem großen Raum. Wir bitten zum Beispiel alle, sich auf einer gedachten Linie von 1950 bis 1990 je nach Geburtsdatum zu positionieren, oder auf einer fiktiven Weltkarte nach ihrem schönsten Urlaubserlebnis. So erfahren wir auf spielerische Art und Weise noch mehr über unsere Kollegen. Diese Skalierungen kann man – je nach dem wie es passt – auch etwas „heißer“ machen. Z.B. könnte man eine fiktive Kompetenz-Linie durch den Raum legen und alle auffordern sich nach eigener Einschätzung an die entsprechende Position zu bewegen.

Vorstellungsrunde Teil 2

In der zweiten Vorstellungsrunde finden sich nach einem Zufallsprinzip immer 2 Personen zusammen. Einer davon ist der Reporter, der mit seinem Partner ein Interview führt. Im Anschluss stellt jeder Reporter seinen Kandidaten vor: „Der Reiner sammelt leidenschaftlich gern Briefmarken. Zu Hause ist er gerne mal so richtig faul…“ Danach wird getauscht und die Reporter werden zu Interviewpartnern und umgekehrt. Ziel sollte es sein, etwas zu erfahren, was man in der Vorstellungsrunde Teil 1 noch nicht gehört hat.