Organisationsaufstellung

Die Organisationsaufstellung.

 

Mit diesem Tool decken wir versteckte Widerstände, Ängste und sonstige dysfunktionale Emotionen oder Beziehungsmuster auf. Die unsichtbaren Interaktionen innerhalb der Gruppe werden hier räumlich nachgestellt. Dies können wir dann körperlich spüren, emotional fühlen und kognitiv sehen und hören.

Die Prozessarbeit findet in enger Abstimmung mit den Repräsentanten durch Testen von Positionen, Gesten und Sätzen statt. Eine stimmige Lösung zeigt sich durch das Verhalten der Repräsentanten. Wir Moderatoren kennen sie nicht:

  • Bewegungsimpulse folgen
  • Klärende Sätze sprechen
  • Repräsentanten ergänzen oder herausnehmen
  • Gesten wie z.B. Rückgaben

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Psychologische Effekte in der Organisationsaufstellung

tRepräsentierende Wahrnehmung: was sehen Sie?
Die repräsentierende Wahrnehmung als psychologischer Effekt in der Organisationsaufstellung:
Wie kann es sein, dass die Mitglieder einer Aufstellung über die Dynamiken in einem System passend Auskunft geben können, auch ohne vorher viel Information über dieses System zu besitzen? Dieses Phänomen wird als repräsentierende Wahrnehmung bezeichnet. Dabei geht es um die Fähigkeit von Menschen auf Basis rein syntaktischer und nicht inhaltlicher Informationen, Beziehungsstrukturen fremder Systeme widerzuspiegeln. Man spricht hier auch von einem dem Wahrnehmungsmuster der übrigen Sinnesorgane überlagerndem Muster.
Die Fähigkeit, das aus den Zeichen A gebildete Hyperzeichen gebildete T (siehe Bild rechts) wahrzunehmen beschreibt das Phänomen der repräsentierenden Wahrnehmung. Repräsentierende Wahrnehmungen werden in der Aufstellung über sogenannte Interventionen (z.B. Einnehmen anderer Rollen) und Trance-Zustände erreicht.

Repräsentierende Wahrnehmung in Trance

Durch geschicktes trancehaftes Erzählen können Teilnehmer einer Aufstellung ihre Wahrnehmungsfähigkeit ausweiten:
„Stellen Sie sich vor, Sie legen sich heute Abend ins Bett, schlafen ein, und während Sie schlafen passiert ein Wunder und Ihr Problem ist verschwunden. Und Sie wachen auf und wissen nichts von dem Wunder, denn Sie haben ja geschlafen. Woran würden Sie nach dem Aufstehen als erstes bemerken, dass das Problem verschwunden ist?“

„Bewegendes Brainstorming“

Im „Bewegenden Brainstorming“ wollen wir Maßnahmen finden, mit denen das in der Aufstellungsarbeit gefundene Zielbild erreicht werden kann. Wir bewegen uns im Raum (rechte und linke Hirnhälfte werden dabei synchronisiert = fördert Kreativität), während wir nach der passenden Idee forschen. Sobald uns etwas einfällt, notieren wir die Idee auf ein Blatt und suchen uns ein „Opfer“, dem wir diesen Einfall auf den Rücken kleben. Es kann durchaus sein, dass mehrere Personen die gleiche Idee haben. Danach stellt jeder in einer knappen und knackigen Rede die Idee, welche auf seinem Rücken klebt so vor, als wäre es die eigene (inspirativer Effekt = mögliche Ausdehnung der Idee). Danach werden alle Ideen im Raum auf dem Boden verteilt und alle bewegen sich wieder im Raum die Ideen betrachtend. Auf ein Signal hin bewegt sich jeder zu seiner Lieblingsidee.

König in einer Demokratie

Mit dieser widersprüchlichen Aussage wollen wir den Verantwortlichen (Auftraggeber), der letztendlich zu entscheiden hat, welche Ideen aus dem Brainstorming tatsächlich umgesetzt werden, dazu bewegen, dass er die Ideen aller in seinem Entscheidungsprozess berücksichtigt. Es ist also eine anspruchsvolle Führungsaufgabe für den Auftraggeber hier den richtigen Spielraum auszuloten. Je mehr alle Beteiligten spüren, dass nicht nur mit Ihnen geredet wird, sondern dass es eine echte Teilhabe am Entscheidungsprozess gibt, desto größer ist deren Motivation.